Teil IV

Anno 1917 Während des 1. Weltkrieges wurde wegen Ernährungsschwierigkeiten das Keltern von Äpfeln verboten. Das Obst sollte zu Konserven verarbeitet werden. Dagegen protestierten Apfelweinhersteller und Apfelweingenießer.
Die Kelterer schlossen sich zu einem Verein zusammen und die Äppelwoitrinker gründeten Apfelweinlogen. Sie sorgten dafür, daß auch weiterhin, wenn auch in kleinen Mengen Äpfel zu Wein verarbeitet wurden.
Anno 1933 Die Apfelweinherstellung paßte nicht in die nationalsozialistische Lebensordnung, da Alkohol der erklärte Volksfeind wurde. Äpfel sollten gegessen werden und dabei waren natürlich deutsche Äpfel gemeint.
Den Keltereien wurde empfohlen, sich "im Zuge der Zeit" nicht mehr füreine "krampfhafte Aufrechterhaltung einer überholten Lebensmitteltechnik" zu engagieren, sondern im Sinne der "nationalsozialistischen Entwicklung" nur noch Apfelsaft herzustellen.
Ende 1945 Durch die massiven Zerstörungen der Produktionsstätten nach dem 2.Weltkrieg und die wirtschaftlichen Probleme der Nachkriegszeit wurden die Apfelweinkeltereien schwer getroffen.
Erst Ende der siebziger Jahre kam der Schoppen wieder so richtig in Mode. Heute gibt es in Hessen insgesamt 70 größere und kleinere gewerbliche Keltereien, die Apfelwein produzieren. Man schätzt die Produktion jährlich auf 70 Millionen Liter Apfelwein.
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