Teil III
Anno 1749 Wurde durch Ratsverordnung betreffend des Apfelweinausschanks, Besteuerung und Aushängen des Fichtekranzes mit einem Apfel und sogar die Denunziation von Steuersündern geregelt.

Anno 1750 Um Betrüger und Apfelweinpanscher abzuschrecken, sowie zum Schutz der Bürger gegen gesundheitliche Schäden, wurde ein Ratsdekret
erlassen, in dem es heißt: "Wer Wein mit Mineralien und Silberglatt verfälscht, soll ohne Gnade mit dem Strang zu Tode gebracht werden. Die Verfälschung mit Vegetabilien, Rosinen, und Zuckerrüben wird mit Auspeitschung bestraft oder Zuchthaus."

Anno 1764 Die Äpfel wurden bei der Hereinnahme in die Stadt mit 15 Kreuzern pro Malter (2 Ztr.)besteuert und Betrug wurde mit Beschlagnahmung bestraft. Für den Eigenbedarf waren etwa 4 Zentnersteuerfrei.

Anno 1817 wurde durch die Gebrüder Freyeisen die "Erste Frankfurter Apfelweinkelterei" gegründet, warb schon bald mit dem Versand in alle Länder.
Viele europäische Königshäuser wurden mit dem "Stöffche" versorgt, sogar der Sultan des Osmanischen Reichs trank Apfelwein. Aus religiösen Gründen wurde auf dem Etikett in diesem Falle jedoch verschwiegen, daß sich in diesen Apfelgetränk Alkohol befand.

Anno 1850 Entstanden in Bornheim die ersten größeren Unternehmen, die den Apfelwein in großen Mengen herstellten und in In- und Ausland verschickten. Unter ihnen war Johann Georg Rackles und die Familie Cornel welche von 1838-1868 eine Heckenwirtschaft betrieben.
Mitte 18. Jh. Der Apfelwein war ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor geworden, wenn man bedenkt, daß zu dieser Zeit bereits mehr als eine Million Liter Apfelwein in Frankfurt verzapft wurden.

Ende 18. Jh. Nahmen auch in Bornheim die Heckenwirtschaften stark zu und es wurde mindestens soviel Apfelwein wie in Sachsenhausen konsumiert. Die Heckenwirtschaften waren nur zeitweise geöffnet, den die meisten Wirte gingen ihrem eigentlichen Beruf als Gärtner, Küfer oder Schiffer nach. Die Zapfzeiten waren genau abgesprochen, man unterschied den Ausschank in der Gaststube und im Strassenverkauf.
Im Gegensatz zu den Kranz-und Heckenwirtschaften, die meistens in der umgeräumten Wohnstube der Wirte stattfand, standen die Schilderwirtschaften, die ein Firmenschild wie Ochsen, Schwan oder Roß außen an ihrer Wirtschaft hatten, diese hatten das ganze Jahr offen.
<
>

.[Home][Fakten][Games][Fun][Wirte][Galerie][Shop]