Der Deckel
Er weist den Gast als echten „Apfelweingeschworenen“ aus. Er wird in der Regel aus leicht zu verarbeitendem Holz gefertigt, wie beispielsweise dem des Apfelbaumes oder der Linde, es existieren aber auch welche aus härteren Hölzern.
Sein Querschnitt entspricht einem flachen Pilz. Der Stumpf des Pilzes reicht etwa 3 Millimeter in das Glas hinein, damit der Deckel nicht vom Glas rutscht, und der Rand geht circa
1 Zentimeter über den Glasrand hinaus.
Die Breite des Stumpfes ist auf die 0,3-Liter-Gläser geeicht und paßt deshalb nicht auf die kleineren Gläser.
Seinen Wert erhält der Deckel eigentlich erst durch den im Hut eingelegten Schmuck. Der kann aus Plaketten mit Abbildungen und Sprüchen, Wappen oder den Initialen des Besitzers bestehen. Auch über die Entstehung des Deckels läßt sich nichts Genaues sagen. Es muß ihn allerdings schon an die 100 Jahre geben, denn es gibt zwar Deckel aus dieser Zeit, die in Schriften aber nicht erwähnt werden. Funktion und Zweck stützen sich ebenfalls auf Vermutungen.
So hält der Deckel das Aroma und läßt umgekehrt keine fremden Duftstoffe hinein.
Dann der hygienische Aspekt, verschont der Deckel das goldgelbe Stöffche doch vor allzu feuchter Aussprache zu fortgeschrittener Stunde. Letzte und plausibelste Erklärung ist der Schutz vor Lebewesen wie Fliegen und Käfern. Außerdem wurde der Äpfelwein oft im Freien unter Bäumen getrunken, und da kam es nicht selten vor, daß etwas ins Glas fiel.
Heute werden die Deckel hauptsächlich in kleinen Schreinereinen Sachsenhausens hergestellt und dort beziehungsweise in Apfelweingaststätten Frankfurts verkauft.
Manchmal wird sogar einer als große Auszeichnung vom Wirt verschenkt.

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